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Neue Studie zu Glyphosat

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gehört zu den umstrittensten Chemikalien unserer Tage. Es wurde von der Firma Monsanto entwickelt und steht schon länger im Verdacht schädliche Nebenwirkungen zu haben. Allerdings gab es bisher keine stichhaltigen wissenschaftlichen Belege dafür.

Jetzt könnte es eine stichhaltige Beweise geben, die in einer wissenschaftlichen Studie im renommierten Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) veröffentlicht wurden: "Glyphosate perturbs the gut microbiota of honey bees" (Übersetzung: Glyphosat stört die Darmflora von Honigbienen). Die Biologen Erick V. S. Mottaa, Kasie Raymanna und Nancy A. Morana von der University of Texas in Austin ordnen das weltweit vertriebene Glyphosat als eine wichtige Ursache für das weltweite Bienensterben ein.

Die Autoren schreiben:
"Die erhöhte Sterberate von Honigbienen-Kolonien wird verschiedenen Faktoren zugeschrieben und wird bisher nicht vollständig verstanden. Das Herbizid Glyphosat soll für Tiere harmlos sein, weil es ein Enzym angreift, das man nur in Pflanzen und Kleinstlebewesen findet. Bienen sind jedoch auf spezialisierte Darmbakterien angewiesen, die ihr Wachstum und ihre Verteidigungsfähigkeit gegen Krankheitserreger fördern. Die meisten Darmbakterien von Bienen beinhalten das Enzym, gegen das Glyphosat wirksam ist."

Quellen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/glyphosat-soll-ursache-fuer-bienen-sterben-sein-a-1229816.html
http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

26.09.2018

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