Netzwerk Blühende Landschaft
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(Blütenreiche) Naturschutzideen des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen

Kleiner Fuchs im Saum  Foto: B. Petersen / KÖN

Wer die Artenvielfalt auf seinem Hof stärken möchte, findet Unterstützung bei dem Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) in Visselhövede. Das 2002 gegründete Zentrum arbeitet eng vernetzt mit den Akteuren des ökologischen Landbaus und der Lebensmittelwirtschaft zusammen. Es steht Landwirten mit einem umfassenden Beratungsangebot zur Seite und führt Projekte zur Stärkung des ökologischen Landbaus, zur Förderung von Naturschutz und Artenvielfalt in der Landwirtschaft und einer erfolgreichen Marktpositionierung ökologisch erzeugter Produkte durch. Für Landwirte, die an einer Umstellung auf Ökolandbau interessiert sind, gibt es kostenlose Beratungen per Telefon, Informationsmaterialien sowie Umsteller-Sprechtage und Veranstaltungen.

Die Naturschutzberatung des KÖN ist Ansprechpartner für Landwirte in Niedersachsen, wenn es um Folgendes geht:

  • Beratung zu allen Fragen des Naturschutzes
  • Unterstützung bei der Anlage von Biotopstrukturen auf den landwirtschaftlichen Flächen
  • Vor-Ort-Termin zum Kennenlernen der Natur auf dem landwirtschaftlichen Betrieb und Planung von Naturschutzideen
  • Erstellung gesamtbetrieblicher Naturschutzkonzepte für den Hof
  • Bereitstellung von Informationsmaterial zu ausgewählten Themen wie z.B. Streuobstwiesen, Naturschutz auf dem Acker bzw. auf dem Grünland, Blühstreifen, Fledermäusen, Vögeln und Insekten

Streuobstwiese  Foto: B. Petersen/ KÖN

Die Förderung der Blütenvielfalt ist ein ständiges Thema der Naturschutzberatung, denn blühende Pflanzen sind die Grundlage aller Vielfalt. Hier ein paar Beispiele:
Landwirte werden dabei unterstützt, dauerhafte Biotope wie Streuobstwiesen, Hecken oder Säume auf ihren Flächen anzulegen. Die Unterstützung beschränkt sich dabei nicht auf die reine fachliche Beratung, sondern wird durch die Akquise von Fördermitteln zur Deckung der Pflanzgutkosten bis hin zur praktischen Unterstützung vor Ort durch die Organisation von Aktionen mit Freiwilligen und Öffentlichkeitsarbeit ergänzt.

Im Rahmen verschiedener Projekte konnte Saatgut für Blühstreifen zur Verfügung gestellt werden, so dass z.B. 2007 und 2008 mehr als 200 Betriebe in Niedersachsen Blühstreifen angelegt haben. Noch heute sind die vielfältigen Blühmischungen (Visselhöveder Insektenparadies, Hummelblüten und Nützlingsstreifen), die aus dem Projekt hervorgingen bei der Firma Camena in Bioqualität zu haben.

Ackerwildkräuter  Foto: B. Petersen / KÖN

Ackerwildkräuter sind ein weiteres wichtiges Thema. Das KÖN konnte in einer Vergleichsuntersuchung im Raum Uelzen/Lüneburger Heide auf biologisch und konventionell bewirtschafteten Ackerflächen zeigen, dass mitten auf den Bio-Äckern die Artenvielfalt der Ackerwildkräuter fünf mal so hoch war, wie im Inneren der konventionellen Flächen. Die meisten der auf den Ökoflächen vorkommenden Arten waren Blütenpflanzen. Damit zeigt sich, dass der Bioacker im Vergleich zum konventionellen Acker für Blüten besuchende Insekten wesentlich interessanter ist. Zumal nicht nur eine höhere Artenzahl sondern eine bedeutend höhere Deckung an Blühpflanzen (siebenmal höher) vorhanden ist. Die Naturschutzberatung organisiert Exkursionen für Landwirte, die ihre Ackerwildkräuter gerne besser kennen lernen möchten.

Im Projekt „Fliegende Freunde“ wurden zusammen mit Landwirten Maßnahmen zur Förderung von Insekten, Vögeln und Fledermäusen umgesetzt. Dabei entstanden viele Nisthilfen, blütenreiche Kräutergärten, Streuobstwiesen und Steinmauern ebenso wie Hecken und artenreiche Wiesen.

Die Themen sind vielfältig und wer Landwirt in Niedersachsen ist und Blüten- bzw. Artenreichtum auf seinen Flächen fördern möchte, kann sich gerne melden bei:

Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
Eva Meyerhoff und Birgit Petersen bzw. .)
Tel: 04262-9593- 62 bzw. -65
Weitere Infos unter: www.oeko-komp.de


Mellifera e.V.