Netzwerk Blühende Landschaft
Netzwerk Blühende Landschaft

Projekt: Blühende Landschaft im Landkreis Reutlingen

Projektgruppe Reutlingen Die Gestaltung einer blühenden Landschaft und damit die Verbesserung der Lebensgrundlagen Blüten besuchender Insekten wie Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge u. a. war das Hauptanliegen des PLENUM-Projekts „Blühende Landschaft im Landkreis Reutlingen“. Initiiert von zwei Hobbyimkern und Lehrern und einer Umweltpädagogin aus Engstingen gemeinsam mit dem Netzwerk Blühende Landschaft informierte das regionale Projekt im Herbst 2007 über die Notlage der Blütenbesucher und stellte Konzepte vor, wie ein größeres und lang andauerndes Blütenangebot geschaffen werden kann. Gemeinsam mit den Akteuren aus den Bereichen Landwirtschaft, Obstbau, Imkerei, Naturschutz, Öffentliche Grünpflege wurden Ideen entwickelt, welche Maßnahmen im Landkreis möglich sind, um die Lebensgrundlagen der Blütenbesucher dauerhaft zu verbessern und zu sichern.

Ziele des Projekts „Blühende Landschaft im Landkreis Reutlingen“:

Mit dem Projekt „Blühende Landschaft im Landkreis Reutlingen“ sollten die Ziele des Netzwerks Blühende Landschaft auf regionaler Ebene im Landkreis Reutlingen umgesetzt werden.

1. Bewusstsein schaffen durch intensive Öffentlichkeitsarbeit

Ein Anliegen des Projektes war es, den untrennbaren Zusammenhang von Bestäubungsleistung und ganzjährigem Nahrungsangebot als Lebensgrundlage für Bienen und andere Blüten besuchende Insekten zu verdeutlichen. Das Projekt vermittelte, dass jeder in seinem Umfeld das Nahrungsangebot dieser Insekten durch blühende Pflanzen verbessern kann.

2. Vernetzung und Stärkung der Identität Mittlere Alb

Durch das Thema „Gestaltung von Blühangeboten für Honigbienen und Wildinsekten“ wird eine sehr breite Bevölkerungsschicht angesprochen. Ziel war es, Akteure und bestehende Initiativen zu verknüpfen und die Bereitschaft zu wecken, in weiterführenden Projekten an den Maßnahmen für eine blühende Landschaft mitzuwirken. Eine blühender Landkreis Reutlingen bietet zudem eine höhere Lebensqualität für Bewohner wie Besucher.

3. Konzepte weiterentwickeln

Die Praxiserfahrungen des Netzwerkes Blühende Landschaft und der Stadt Mössingen wurden in die Region eingebracht. Für den Bereich Schulen und Umweltbildungseinrichtungen wurde ein Konzeptentwurf erstellt, wie das Thema für Kinder und Jugendliche aufbereitet und durch Projekte erarbeitet werden kann.

Projektumsetzung:

Folgende Veranstaltungen fanden im Rahmen des Projekts „Blühende Landschaft im Landkreis Reutlingen“ statt:

  • 26. September 2007: Auftakt-Workshop mit den Akteuren
  • 26. Oktober 2007: Vortragsabend „Blühende Landschaft - Lebensgrundlage für Pflanze, Tier und Mensch“, 19.30 – 22 Uhr, in der Freien Georgenschule, Moltkestr. 29, Reutlingen
  • 8. November 2007: Workshop für Stadtgärtner und Bauhofleiter, „Blühende Landschaft im Landkreis Reutlingen – wie öffentliches Grün zu öffentlichem Bunt wird“ , 9 - 13 Uhr, im Umweltbildungszentrum Listhof, Friedrich-List-Hof 1, Reutlingen
  • 26. November 2007: Vorgespräche und Strategietreffen „Ausblick auf zukünftige Maßnahmen und Projekte“

2008 - wie es weiterging:

Brigitte Spiegler-Lang unternahm mit zwei Schulklassen und deren Klassenlehrer an der Waldorfschule Engstingen kleine Exkursionen zu Jahreslaufbeobachtungen.

Auf einem Workshop für Stadtgärtner und Bauhofleiter im November 2008 entstand die Idee, sich jährlich in dieser Runde zum Erfahrungsaustausch zu treffen. Am 10. April 2008 lud die Gemeinde Pliezhausen zum 1. Gärtnersprengel ein, zu dem rund 20 Teilnehmer kamen. Die Grünflächenberatungsstelle des Landkreises Reutlingen möchte die Organisation des Gärtnersprengels unterstützen.

Presseartikel über die Aktivitäten in Pliezhausen An einigen Stellen in Pliezhausen blühen nun Flächen, die mit der Mössinger Mischung angesät wurden. "Für Bienen, Hummeln & Mensch", freuen sich die Verantwortlichen.

PLENUM Schwäbische Alb unterstützte das Netzwerk Blühende Landschaft in zwei weiteren Projekten: Vom Schulprojekt wurde eine Handreichung für Lehrer ausgearbeitet und gemeinsam mit einem Landwirt, Imkern und einer Schulklasse wurde im Herbst 2008 eine Blütenhecke angelegt.

Schüler beim Zaunbau
Schüler beim Pflanzen einer Hecke

Schüler pflanzen eine Blühhecke auf dem Hof Freytag

Anleitung der Schüler durch Forstwirt Holder
Die Gemeinschaftsaktion der Heckenpflanzung war eine voller Erfolg. Am 23. und 24. Oktober 2008 haben Schüler der Waldorfschule Engstingen auf dem Hof Freytag in Münsingen-Bichishausen geholfen, eine Blühhecke zu pflanzen. Gemeinsam mit Familie Freytag, einigen Imkern, der Naturpädagogin Brigitte Spiegler-Lang aus Engstingen und dem Netzwerk Blühende Landschaft ist die Idee entstanden, auf dem Steighof für Blüten besuchende Insekten eine Hecke mit Nährgehölzen anzulegen.
Presseartikel

Logo: PLENUM Schwäbische Alb

Unterstützung:

Das Projekt „Blühende Landschaft im Landkreis Reutlingen“ wurde gefördert von PLENUM.
Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen.

Ansprechpartner vor Ort:

Dr. Jörg Grießer, Lehrer, Imker, Kammweg 3, 72829 Engstingen, Tel. 07129-7642,

Daniel Hünig, Lehrer, Imker, Blaihofstr. 78, 72074 Tübingen, Tel. 07071-988060,

Brigitte Spiegler-Lang, Diplom-Geologin, Naturpädagogin, AlbGuide, Kirchstrasse 27/2, 72829 Engstingen, Tel. 07129-141790,

Nicole Krüger, Dipl.-Ing. Landschaftsplanung, ehem. Netzwerk Blühende Landschaft


Mellifera e.V.