Biodiversität ist kein Randthema mehr, sondern eine der zentralen Grundlagen unternehmerischen Handelns. Fast jedes Geschäftsmodell hängt, ob offensichtlich oder verborgen, von funktionierenden Ökosystemen ab: von der Bestäubung landwirtschaftlicher Kulturen über die Qualität von Wasser und Böden bis hin zu einem stabilen Klima. Gehen diese natürlichen Grundlagen durch Biodiversitätsverlust und Klimawandel verloren, wirkt sich das direkt auf Unternehmen aus, etwa durch ins Stocken geratene Lieferketten, knapper werdende Rohstoffe oder steigende Beschaffungskosten. Hinzu kommen nun auch vermehrt im Bezug auf Biodiversität neue Berichtspflichten für Ihr Unternehmen.
Somit gewinnt Biodiversität auch regulatorisch zunehmend an Bedeutung. Mit der CSRD und dem zugehörigen Standard ESRS E4 müssen große Unternehmen detailliert offenlegen, wie sie von der Natur abhängen und welche Wirkung sie selbst auf sie haben. Zentraler Baustein ist dabei die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, die beide Blickrichtungen, die Auswirkung der Natur auf das Unternehmen und die Auswirkung des Unternehmens auf die Natur, gleichermaßen berücksichtigt.
Jedoch betreffen die erhöhten Anforderungen nicht nur große berichtspflichtige Unternehmen, denn diese geben ihre hohen Standards oft an die Zulieferer weiter und erwarten, dass diese sich an strenge Vorgaben halten.
Auf dieser Seite erfahren Sie daher, wieso Natur und Biodiversität relevant für Ihr Unternehmen sind, welche Abhängigkeiten relevant sein könnten und wie Sie Biodiversität wirksam in Ihre Nachhaltigkeitsstrategie einbetten.
Herausforderungen für Ihr Unternehmen
- Ihr Unternehmen fällt unter die Berichtspflicht der CSRD.
- Große Unternehmen geben Nachhaltigkeitsanforderungen zunehmend an ihre Lieferanten weiter.
- Ansprüche von Kunden hinsichtlich Nachhaltigkeit sind gewachsen.
- Sie möchten verstehen, ob und wo Ihr Unternehmen von Biodiversität abhängig ist.
- Wo sind Biodiversitätsrisiken in Ihrer Lieferkette vorhanden?
- Ihre Nachhaltigkeitsstrategie soll um Natur ergänzt werden.
- Ihr Unternehmen sucht sichtbare und konkrete Maßnahmen.
Wie wir Sie unterstützen

Unsere Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität lassen sich gezielt in Ihre Berichterstattung integrieren. Wir liefern Ihnen aussagekräftige Kennzahlen, die sich unmittelbar für eine CSRD-konforme Offenlegung nutzen lassen, praxisnah, belastbar und auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
Rahmenwerke & Standards im Überblick
CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive)
EU-weite Richtlinie, die große Unternehmen zu einer detaillierten Berichterstattung über Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen verpflichtet. Biodiversität ist über den Standard ESRS E4 fester Bestandteil dieser Pflicht.
ESRS E4
Konkretisiert innerhalb der CSRD, wie über Biodiversität und Ökosysteme zu berichten ist. Im Kern geht es um:
- Strategie: Wie ist Biodiversität in der Unternehmensstrategie verankert?
- Auswirkungen, Risiken, Chancen: Welchen positiven wie negativen Einfluss übt das Unternehmen auf Ökosysteme aus?
- Maßnahmen & Richtlinien: Welche internen Vorgaben und Schutzmaßnahmen existieren bereits?
- Ziele & Kennzahlen: Welche messbaren Ziele und KPIs wurden definiert?
- Finanzielle Effekte: Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus Veränderungen der biologischen Vielfalt?
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Kernelement der CSRD-Berichterstattung, das zwei Perspektiven verbindet:
- Finanzielle Wesentlichkeit: Wirkung von Nachhaltigkeitsthemen auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens
- Wirkungs-Wesentlichkeit: Wirkung des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft
TNFD (Taskforce on Nature-related Financial Disclosures)
Hilft Unternehmen, naturbezogene Abhängigkeiten sowie Chancen und Risiken zu erkennen und in ihre Finanz- und Unternehmensstrategie zu integrieren. Zentrales Werkzeug ist der vierstufige LEAP-Ansatz:
- Locate: Schnittstellen zwischen Geschäftstätigkeit und Natur identifizieren
- Evaluate: Abhängigkeiten und Umweltwirkungen bewerten
- Assess: Naturbezogene Risiken und Chancen analysieren
- Prepare: Strategie und Berichterstattung entwickeln
SBTN (Science-Based Targets for Nature)
Wissenschaftlich fundierte, messbare Ziele zum Schutz und zur Wiederherstellung natürlicher Lebensgrundlagen, mit Schwerpunkt auf Landnutzung sowie Süßwasserqualität und -verfügbarkeit als entscheidende Faktoren für den Erhalt der Biodiversität.
EMAS (Eco-Management and Audit Scheme)
Freiwilliges EU-Umweltmanagementsystem zur systematischen Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung. Biodiversität zählt zu den zentralen Aspekten, die bei der Bewertung direkter und indirekter Umweltwirkungen berücksichtigt werden müssen.
GRI (Global Reporting Initiative)
International etabliertes, freiwilliges Berichtsframework für Nachhaltigkeitsthemen. Der Standard GRI 101: Biodiversity 2024 liefert konkrete Indikatoren zum Schutz von Lebensräumen und unterstützt Unternehmen bei einer transparenten Darstellung ihrer Wirkung auf die Artenvielfalt.
Nächste Schritte
Nutzen Sie unsere Erfahrung, um Biodiversität sowohl strategisch als auch berichtsseitig sauber in Ihrem Unternehmen zu verankern. Sprechen Sie uns an! Wir unterstützen Sie beim Monitoring, der Kennzahlenerhebung und der Einbindung praxisnaher Naturschutzmaßnahmen in Ihre Nachhaltigkeitsstrategie.
Kontakt aufnehmen
Dr. Anna-Lena Rau, Corporate Biodiversity Advisor/ Referentin für Firmenkooperationen
E-Mail: info@bluehende-landschaft.de