Wenn man heute durch Linz am Rhein spaziert, begegnet man an vielen Stellen blühenden heimischen Wildstauden, summenden Insekten und einer beeindruckenden Vielfalt an Pflanzen. Was mittlerweile selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit und eines außergewöhnlichen Engagements.
Seit 2017 ist die Stadt Linz am Rhein Flächenpartner im BienenBlütenReich. Begonnen hat alles mit vier kleineren Blumenwiesen. Mit dem Einstieg von Ute Köhler beim städtischen Bauhof entwickelte sich daraus jedoch weit mehr: Schritt für Schritt wurden innerstädtische Beete mit heimischen Wildstauden umgestaltet. Heute prägen naturnahe Pflanzungen das Stadtbild und schaffen wertvolle Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten.
Für unser Team war der Besuch in Linz deshalb ein ganz besonderer Termin. Mitarbeitende des Netzwerks Blühende Landschaft reisten aus Oberhausen, Lüneburg, Rosenfeld und Berlin an, um sich die Entwicklung vor Ort anzusehen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Ute Köhler bringt die Stadt zum Blühen
„Das Engagement von Ute Köhler und dem gesamten Bauhof sucht seinesgleichen. Die konsequente Umgestaltung innerstädtischer Flächen mit heimischen Wildpflanzen ist ein Ansatz, den bislang nur wenige Städte so konsequent verfolgen. Damit leistet Linz am Rhein einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Biodiversität in der Stadt“, sagt Dr. Linda Trein vom Netzwerk Blühende Landschaft.
Ein besonderes Highlight unseres Besuchs war die öffentliche Führung durch die Stadt. Gemeinsam mit Ute Köhler konnten wir interessierten Bürgerinnen und Bürgern zeigen, welche Bedeutung die Pflanzungen für die heimische Tierwelt haben. Die Teilnehmenden kamen nicht nur aus Linz, sondern auch aus der weiteren Umgebung.
An den Beeten wurde deutlich, wie eng Pflanzen und Tiere miteinander verbunden sind. So dient beispielsweise Fenchel als Futterpflanze für die Raupen des Schwalbenschwanzes. Wer die Pflanze betrachtet, sieht also nicht nur eine attraktive Staude, sondern gleichzeitig einen wichtigen Baustein für den Lebenszyklus eines der schönsten heimischen Schmetterlinge.
Führungen zu den Blühflächen tragen zum Verständnis bei
Solche Zusammenhänge zu vermitteln, ist ein wichtiges Anliegen unserer Arbeit. Denn Naturschutz beginnt oft direkt vor der eigenen Haustür.
„Die Leute schützen nur, was sie auch lieben und verstehen und wozu der direkte Bezug in ihrer eigenen Stadt vorhanden ist und sie also täglich daran vorbeilaufen. Deswegen sind diese Führungen so wertvoll, damit Verständnis und Wertschätzung gleichermaßen wachsen und gestärkt werden“, erklärt Sabrina von der Heide vom Netzwerk Blühende Landschaft.
Linz am Rhein zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in öffentlichen Grünflächen steckt. Die Stadt beweist, dass Artenvielfalt und attraktive Stadtgestaltung Hand in Hand gehen können. Wir bedanken uns herzlich bei Ute Köhler, dem Bauhof und der Stadt Linz am Rhein für die langjährige Zusammenarbeit und die Inspiration, die von diesem Projekt weit über die Region hinaus ausgeht.

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