Standortauswahl und sorgfältige Bodenvorbereitung für Blühflächen – Was ist zu beachten?

Für ein gutes Gelingen von angesäten Blühflächen sind Standortwahl und Bodenvorbereitung die wichtigsten Voraussetzungen.

Standortwahl

Grundsätzlich sind für Ansaaten von Blühflächen „gute Standorte“ Problemstandorten vorzuziehen.
Folgende Standorte sollten nicht für Ansaaten ausgewählt werden

  • Vernässte, verdichtete oder torfige Flächen
  • Flächen auf denen viele konkurrenzstarke, spontan auftretende Gräser (Quecke, Ital. Raigras, Hirsen) und/oder Problemunkräuter (vor allem Ackerkratzdisteln, Ampfer, Winden, Weißklee, Klettenlabkraut) vorhanden oder zu erwarten sind.
  • Sehr schattige Standorte

Bodenvorbereitung

Ziel ist ein feinkrümeliges, abgesetztes Saatbett zur Aussaat im April oder Mai mit einem geringen Besatz von unerwünschten Pflanzen. Werden Wurzelunkräuter im Boden belassen, leidet die Optik einer Neuanlage mitunter so sehr, dass oft noch einmal der ganze Vorgang der Ansaat wiederholt werden muss. Samenunkräutern wie Melde, Hirtentäschel, Hirse, Kamille, Ackerhellerkraut etc. kann mit der Durchführung einer Schwarzbrache vor der Ansaat begegnet werden. Bei einer Schwarzbrache wird auf der zur Ansaat vorgesehenen Fläche mehrmals eine flache Bodenbearbeitung mit einer Kreiselegge, Egge oder Fräse durchgeführt, um das sich im Boden befindliche Samendepot der unerwünschten Beikräuter (oft Lichtkeimer!) zum Keimen zu bringen und diese dann mechanisch zu zerstören.

Die Fläche sollte bereits im Herbst ausgewählt und eine Grundbodenbearbeitung durchgeführt werden.

Kleinflächen werden am besten bereits im Herbst umgegraben oder dick gemulcht. Im Frühjahr werden sie nach dem Abtrocknen (März/April) gefräst oder mit dem Handgrubber oder Rechen durchgearbeitet. Dies geschieht bei Bedarf mehrmals, um unerwünschte Beikräuter zu reduzieren. Quecken- und Gierschwurzeln austrocknen lassen oder ablesen.

Größere Flächen werden im Herbst sorgfältig gegrubbert oder gepflügt. Im Frühjahr nach dem Abtrocknen wird bei Bedarf mehrmals im Abstand von ca. 10 Tagen geeggt, um auflaufende Beikräuter zu reduzieren. Mit der Kreiselegge o.ä. wird ein feinkrümeliges Saatbett bereitet.

Quellen:
Rieger-Hofmann GmbH, www.rieger-hofmann.de
Brachen richtig anlegen, pflegen und aufheben; 2007, AGRIDEA, CH-8315 Lindau, www.agridea.ch verzichtet, können Dunkelkeimer wie z.B. die Phacelia nicht auflaufen.

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