Lebensräume für Insekten

Erkennen und fördern

Die Landschaft mit neuem Blütenflor zu überziehen und somit Nahrung, Baumaterial und Nistplätze für bestäubende Insekten und andere Tiere zu schaffen ist eine Handlungsmöglichkeit. Darüber hinaus gilt es, auch der Zerstörung von Lebensräumen entgegen zu wirken. Jeder Quadratmeter, der bestäuberfreundlich gestaltet ist, ist ein Gewinn!

Die folgenden Lebensräume sind für Insekten besonders relevant:

(Blumen-)Wiese

Als Wiese oder Blumenwiese wird eine Mischung aus Gräsern und Kräutern gebietsheimischer Wildarten bezeichnet, die am jeweiligen Standort durch Bewirtschaftung/ Pflege eine dauerhafte, sich selbst erhaltende, charakteristische Pflanzengesellschaft bilden. Im Gegensatz zum Rasen oder intensiv genutztem Grünland haben die Gräser und Kräuter auf einer Blumenwiese durch alternierende Mahd Zeit, ihre Entwicklung bis zur Samenreife abzuschließen.

Saum

Säume sind ausdauernde Streifen aus gebietsheimschen Gräsern und Kräutern mit standorttypischen Pflanzengesellschaften. Sie sind meist als höherwüchsige Übergänge von einem Lebensraum in einen andern zu finden, z. B. entlang von Äckern und Wiesen, entlang von Hecken und Baumbeständen, aber auch entlang von Verkehrswegen.

Hecke

Eine Hecke ist eine Gemeinschaft linienförmig angelegter, unterschiedlich großer Straucharten sowie kleiner Bäume. Durch ihren „Stockwerkbau“ (Stratifikation) bietet eine Hecke vielen Insekten, Kleintieren und Vögeln mit unterschiedlichen Ansprüchen Nahrung und Lebensraum. Bei der gezielten Auswahl von blühenden Sträuchern und (z. B. Obst-)Bäumen können Hecken auch eine wertvolle Nahrungsgrundlage für Blüten besuchende Insekten sein. Darüber hinaus fungieren sie als Wind-und Sichtschutz, Sonnenfalle und Schattenspender sowie nicht zuletzt als “Bienen- und Igelhighways”.

Acker

Über die Hälfte der Fläche Deutschlands wird ackerbaulich genutzt. Ein großes Potenzial für bestäuberfreundlichen Lebensraum! Ob gezieltes Ansäen von nektar- und pollenreichen „Trachtpflanzen“, blühenden Zwischen- und Untersaaten, Mischfruchtanbau, mehrjährigen Blühstreifen, Ackerwildkrauträndern und ähnlichen Maßnahmen – die Vielfalt macht‘s.