Kleiner Fuchs

Aglais urticae

Flugzeit:

März bis Oktober (zwei Generationen)

Vorkommen:

in allen Bundesländern Deutschlands in verschiedenen Lebensräumen, häufige Art

Größe:

43–53 mm

40–50 mm

Blütenbesuch:

unspezialisiert

Lebensraum:

überall im Offenland, auch an Waldrändern

Lebensweise:

Überwinterung als Falter, mobile Art, die überall im Offenland leben kann, wo Brennnesseln und Nektarpflanzen wachsen

Blütenvorliebe:

  • Disteln (Gattung Cirsium)
  • Gewöhnlicher Sommerflieder (Buddleja davidii)
  • Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

RAUPENNAHRUNGSPFLANZE:
Große Brennnessel (Urtica dioica)

Kleine Füchse an Witwenblumen. Foto: Holger Loritz
Foto: Sabine Leisten

Beschreibung

Sehr artenreiche Bergmähwiese mit Kleinem Fuchs. Foto: Holger Loritz
Sehr artenreiche Bergmähwiese im Hochschwarzwald mit Kleinem Fuchs. Foto: Holger Loritz

Der Kleine Fuchs kann im Frühjahr als einer der ersten Falter beobachtet werden. Er fliegt weit herum auf der Suche nach Nektarpflanzen und Brennnesseln und kommt auch häufig in den Siedlungsraum. Die Eier werden in Klumpen auf die Blattunterseiten gelegt, dabei werden Brennnessel-Bestände bevorzugt, die voll besonnt sind und auf frischen bis trockenen Standorten wachsen. Die Raupen, die gelb-schwarz gestreift sind, leben gesellig in Gruppen und sonnen sich oft bei kühlem Wetter auf Blättern der Wirtspflanze. Ähnlich gefärbt ist der Große Fuchs (Nymphalis polychloros), dieser ist jedoch deutlich größer (56–68 mm) und die innere Hälfte des Hinterflügels ist beim Großen Fuchs hell, beim Kleinen Fuchs dunkel.

Das gefährdet den Kleinen Fuchs

Der Kleine Fuchs ist als Art nicht gefährdet, jedoch in einigen Landesteilen nicht mehr häufig. Er kann sich nur dort fortpflanzen, wo Brennnesseln wachsen und diese im Frühjahr bis Ende Mai nicht abgemäht werden.

Schmetterlinge brauchen nicht nur Blütennahrung sondern auch Raupenfutterpflanzen

So können wir dem Kleinen Fuchs helfen

Raupen des Kleinen Fuchs auf Brennnesseln. Foto: Holger Loritz
Raupen des Kleinen Fuchs auf Brennnesseln an einem warmen Standort vor einer Feldscheune. Foto: Holger Loritz

Brennnesseln zur Eiablage und als Raupen-Futter wachsen lassen, diese im Frühsommer nach der Verpuppung einmal mähen, denn die zweite Generation der Falter legt nur an junge Brennnessel-Pflanzen ab. Im Garten Nektarpflanzen anbauen (z. B. Sommerflieder).

Autor

Holger Loritz

freier Projektmitarbeiter Netzwerk Blühende Landschaft und selbstständiger Landschaftsökologe
(Büro ABL: Bürogemeinschaft Arten – Biotope – Landschaft in Freiburg)

Schmetterlinge

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Kostenlos abgerufen von: https://bluehende-landschaft.de/insekt/kleiner-fuchs