Großer Perlmutterfalter
Argynnis Aglaja
Flugzeit:
Mitte Juni– Ende August
Vorkommen:
In Deutschland verbreitet und häufig, im Norden selten
Größe:
Blütenbesuch:
unspezialisiert, v.a. an violetten Blüten
Lebensraum:
- Blütenreiche Magerrasen
- regional auch Innen- und Außen-Waldränder
- Feuchtbiotope wie Moore
- Küstendünen
Lebensweise:
die Eiablage erfolgt an Blättern oder trockenen Pflanzenteilen in der Nähe von Wirtspflanzen, Überwinterung erfolgt als Raupe in der Streuschicht
Blütenvorliebe:
- Disteln (Cirsium spp., Carduus spp.)
- Flockenblumen (Centaurea spp.)
- Brombeere (Rubus fruticosus agg.)
RAUPENNAHRUNGSPFLANZEN: Verschiedene Veilchenarten (Viola spec.)
Der Große Perlmutterfalter ist in verschiedenen offenen Lebensraumtypen zu finden. So werden nährstoffarme Graslandstandorte besiedelt, aber auch diverse Feuchtbiotope, wie Flachmoore und Pfeifengraswiesen. Dazu kann der Schmetterling in lichten Waldrändern anzutreffen sein, wobei eine Bindung zu Waldstandorten nicht zu beobachten ist. Im Juli legt der Falter die Eier an trockenen Pflanzenteilen ab, die sich in der Nähe von der Raupennahrung, diversen Veilchenarten, befinden. Die ab August schlüpfenden Raupen überwintern und werden aufgrund ihrer Nachtaktivität kaum gesichtet.
Der Große Perlmutterfalter lässt sich von anderen orange-gemusterten Perlmutterfalter durch die fehlende Augenfleckenreihe auf der Flügelunterseite unterscheiden.
Durch die Bevorzugung von nährstoffarmen Standorten stellt die Intensivierung der Landnutzung u.a. durch Düngung und Vielschnitt-Nutzung eine potenzielle Gefährdung dar. Offene bis halboffene Standorte sind außerdem durch Nutzungsaufgabe, Verbuschung oder Überbauung gefährdet.
Schmetterlinge brauchen nicht nur Blütennahrung sondern auch Raupenfutterpflanzen
Besonders in Landschaften mit überwiegend intensiver land- und forstwirtschaftlicher Nutzung sollten geeignete Lebensräume, besonders nährstoffarme und offenen Wiesen sowie reich strukturierte Waldsäume, geschützt werden. Dies geschieht durch Verhinderung von Nutzungsintensivierung auf der einen Seite und auf der anderen Seite durch Verhinderung von dauerhaftem Brachliegen.
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Schmetterlinge