Netzwerk Blühende Landschaft
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Wiesenmeisterschaft 2018

„Eigentlich gibt es nur Gewinner“, stellten die Veranstalter fest, „denn die Unterschiede zwischen den Preiskategorien sind nur sehr gering und alle beteiligten Landwirte tragen zur Naturschönheit und Erhaltung der Artenvielfalt in ihrem Landkreis bei.“

Trotzdem wurden von der Jury Preisträger der Wiesenmeisterschaft 2018 ermittelt, und im Rahmen eines Festaktes in Landshut für ihre Leistungen zum Erhalt artenreicher Wiesen und Weiden gewürdigt. Die Wiesen wurden dabei nicht nur nach Kulturlandschaftswert und Artenvielfalt, sondern auch nach landwirtschaftlicher Verwertung und Futterertrag bewertet.

Der Wiesenwettbewerb, ein Gemeinschaftsprojekt vom BUND Naturschutz in Bayern (BN) und der Bayerischer Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) findet seit 10 Jahren jährlich in einer anderen Region Bayerns statt, in diesem Jahr im Donau-Isar-Hügelland in den Landkreisen Regensburg südlich der Donau, Landshut und Kelheim.

Der BUND Naturschutz-Vorsitzende Richard Mergner wies darauf hin, „dass artenreiche Wiesen oft nur noch Relikte in einer ansonsten höchst intensiv genutzten Agrarlandschaft sind und ohne ein Umsteuern beim agrarpolitischen Rahmen nicht dauerhaft erhalten werden können. Auch ein Ausbau der Agrarumweltprogramme sei unverzichtbar, um blühende Wiesen zu sichern und auch wieder mit Arten anzureichern.“

Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft dankte allen „Wiesenmeistern“ für ihren besonderen Einsatz, da sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren leisten.

In diesem Jahr hatten sich 25 landwirtschaftliche Betriebe mit ihren Wiesen für den Wettbewerb angemeldet, davon 13 aus dem Landkreis Landshut, 12 aus dem Landkreis Kelheim. Aus dem Landkreis Regensburg gab es leider keine Anmeldung.

Den ersten Preis erhielt der Milchviehbetrieb von Andreas Strasser in Geisenhausen-Stützenbruck im Landkreis Landshut. Er ist einer der letzten Milchbauern im Tal der Kleinen Vils und verfüttert den Aufwuchs der Extensivwiese „Buckel“ vollständig im eigenen Betrieb.

Zweiter Preisträger wurde der Betrieb von Edeltraud Melzl-Butz in Rottenburg-Viehhausen im Landkreis Landshut. Sie bewirtschaftet ihren Milchviehbetrieb seit 1990 nach Naturlandkriterien.

Als dritter Preisträger wurde der Imkervollerwerbsbetrieb von Georg Oswald für seine artenreiche Wiese „Schlachtfeld“ ausgezeichnet.

Bei der diesjährigen Wiesenmeisterschaft konnten außerdem neun siebte und zehn achte Preise vergeben werden. Bei der Veranstaltung würdigten die anwesenden Festredner die besonderen Verdienste der Bäuerinnen und Bauern für die Erhaltung der überlieferten Kulturlandschaft. 35 Verbände und Organisationen haben den Wettbewerb bekannt gemacht und mit vielfältigen Geld-, Sach- und Buchpreisen unterstützt. Auch das Netzwerk Blühende Landschaft unterstützte die Wiesenmeisterschaft schon zum wiederholten Mal.

Nährere Infos zu den Wiesenmeisterschaften finden Sie hier

Quelle: PM des BUND Naturschutz in Bayern e.V. 12.07.2018

25.07.2018

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